Aus der Praxis --- für die Praxis !
im
August; 2007
F.C. Hundhausen November 2009
Das „Sekundenphänomen“
Als Chirotherapeut
sehen wir jeden Tag „Sekunden-Phänomene“. Nach E.Adler
sind das die „Neurogenen“, die „Mechanischen“.
Eine Wirbelblockierung wird mobilisiert und im
gleichen Moment ist der Patient beschwerdefrei.
Wie behandeln Sie aber z.B. eine
akute Polyarthrose ? Sie wird nach derzeit geltender
Lehre symptomatisch mit Cortison +
Diclofenac und, wenn
chronisch geworden, mit einer Goldkur o.ä.zugedeckt. Sollte das wirklich unsere ganze ärztliche
Kunst sein ?
Aus dieser Verlegenheit kann uns die
Neuraltherapie helfen. Diese sucht den Auslöser der Krankheit
–
den
stummen Störpol . Durch die Injektion
eines Lokalanaestheticums an den Störpol
wird
das Krankheitsbild In sekundenschnelle
ausgelöscht. Damit war für die Medizin ein weiterer Baustein gefunden.
Wir gehen einmal davon aus, dass Sie
noch nie ein so genanntes Sekundenphänomen von einem stummen
Störpol erlebt haben.
Immer wieder erlebt man von Kollegen/innen
bei dieser Frage nur verneinendes Kopfschütteln. Bei unseren jüngeren
Kollegen
scheint dieser Begriff überhaupt
nicht mehr zu existieren. Dabei wurde das Sekundenphänomen
von Ferdinand
Huneke
in den 40/50 ger Jahren mit geradezu missionarischem Eifer
postuliert.
Immerhin bedeutet dieses Phänomen jeweils eine
echte Heilung –
Sie können das auch ! - Versuchen wir es doch einmal !
Vorweg eine Kurzbeschreibung :
Das Sekundenphänomen gehört zur
Neuraltherapie
. Diese beschreibt ein blandes, stummes Störfeld (Störpol)
das in irgendeiner Körperregion ein
Krankheitsbild entwickelt.
Dieses pathologische Geschehen kann nur durch Auslöschen
des verursachenden Störpoles beseitigt werden.
Das Löschen des Störpoles geschieht mittels
eines Lokalanaestheticums (Injektion / Instillation).
Das Krankheitsbild sistiert schlagartig noch
unter der Injektion, daher Sekundenphänomen genannt.
Störfelder finden sich grundsätzlich
im Bereich des mesodermalen Keimblattes, also in der Submucosa oder
Subcutis (Kiefer; Narben; im Parametrium; den Tonsillen; besonders in den Nasennebenhöhlen).
Für den Arzt liegt die Schwierigkeit
im Auffinden des tatsächlichen Störpoles.
Hier hat uns die Ohrakupunktur einen
Weg gewiesen :
auf der Ohrmuschel finden wir die Reflexzonen des
Organismus somatotopisch
sehr genau wiedergegeben. Die Störpole liegen grundsätzlich auf der mesodermalen
Scapha.
Mit einem Akupunktur-Detektor machen
wir uns auf der Scapha der Ohrmuschel die Störfelder
sichtbar*.
Aus der somatotopischen
Lage des Störpunktes übertragen wir diesen auf den Körper und setzen hier die
Injektion
an den tatsächlichen Störpol. Das Krankheitsbild – wie immer es aussehen mag -
verschwindet innerhalb einer Sekunde; bei Narben in 20 bis 30 Minuten.
Aus vierzig jähriger Erfahrung sollen
in Folgendem als Einstieg drei Diagnosen, bei denen sich mit ausreichender
Sicherheit ein Sekundenphänomen erzielen
lässt, beschrieben werden:
1. Diagnose : Morbus Scheuermann und Morb.
Osgood/Schlatter (!)
(offiziell genetisch angelegt).Therapie
: eine Procain/Lidocain–Injektion
an die Gaumentonsillen
peritonsillär und submukös (1-2%ig ; 0,5 bis 1 ml pro Seite). Der Schmerz verschwindet sofort.
Lymphsystem? Beim
M.Scheuermann zeigt das Röntgenbild der Wirbelsäule
nach 3 - 4 Monaten
wieder normale Strukturen. Bei der Apophysitis
tibiae bilden sich die Verdickungen in der Knieregion jedoch
nicht vollständig zurück.
2. Diagnose : Erythema nodosum
: (Lymphsystem?)
Therapie : wie unter 1. Injektion an Tonsillae
palatinae. Sofortige Schmerzbefreiung. Die Knoten
heilen innerhalb weniger Tage ab.
3.
Diagnose : reaktive agitierte
oder gehemmte Depression sowie die
manische Form : Dieses in der täglichen Praxis häufig vorkommende,
medikamentös schwer einstellbare,
zeitraubende Krankheitsbild ist geradezu eine Domäne des Huneke-Phänomens – wenn man daran denkt !
Als Auslöser dieser „Zwischenhirn-Funktionsstörung“ (Thalamus/limbisches System) fanden wir außchließlich
Narben.
(wenn man das Integument
als Display des Zwischenhirns betrachtet, käme die Subcutis
als Leitbahn ins Spiel).
Diagnostik::
auf der Scapha der Ohrmuschel suchen wir mit dem Detektor
die Lage der auslösende Narbe.
Der gefundene Punkt zeigt uns, segmentgerecht auf
den Körper übertragen
die Störpol-Narbe (bei Frauen denke man an die
- nahezu immer verunreinigte - Episiotomie-/ Dammrissnarbe !).
Wiederum mit dem Detektor suchen wir auf der
Narbe den deutlichsten Störpunkt.
Hier wird tief injiziert - mindestens 2 ml Procain/Lidocain 2%ig (subcutan reicht oftmals nicht !) .
Wenn Sie den richtigen Punkt getroffen haben
ist die Depressionsphase
in einer halben Stunde vorbei. Huneke-Spätphänomen.
(Im Falle eines späteren Rezidiv´s
wird der gleiche Punkt wieder injiziert - mit
gleichem Ergebnis).
Einmütiger Tenor aller Patienten : „was war das für eine Spritze ?
Auf dem Heimweg fiel plötzlich alles von mir ab und ich fühlte
mich ganz leicht –wie verjüngt !“
Und Sie haben mit Ihrem ersten gelungenen Sekundenphänomen eine
Sternstunde im grauen Praxisalltag !
*
* Eine weitere Diagnostk-Möglichkeit stellt die Pulsdiagnostik
nach Nougier (RAC) mit einer 9-Volt-Batterie dar. (siehe bei www. Auriculo-Medizin.de )
siehe auch :
www. „Das Störfeld – Renaissance der Störfeld-Theorie.de
F.C.Hundhausen; „Die neue Krankheitstheorie“;
Books
on Demand-Verlag; Norderstedt: Taschenbuch.(€ 13.-)
Anschrift des Verfassers:
Dr.Hundhausen
Im Weidengarten 7
D- 34130 Kassel
E-mail : mac@drhundhausen.de
mail : mac@drhundhausen.de
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