07. 01. 2010l
Aus
der Praxis > für die Praxis
F.C. Hundhausen
Neuraltherapie endlich komplett.
Einleitung
Wenn man einmal
anerkennt, dass erworbene Krankheiten ursächlich
überwiegend durch ein Störfeld
ausgelöst werden, kommen zwangsläufig Zweifel an der derzeitigen medizinischen
Lehre auf. Diese Denkrichtung ist seit langem bekannt, nur konnte sie als
Disziplin der Inneren Medizin bislang nicht anerkannt werden.. Warum ? Das soll
in der Folge aufgezeigt werden.
Das Störfeld / Störpol:
Nach E.Adler (mod.) unterscheiden wir drei
Arten von Störpolen / Störfeldern :
a)
den „mechanischen“(neurogenen) Störpol (als Wirbelblockierung mit
segmentalem
Locusminoris resistentiae und Irritationszone /Reflexzone).
b)
den „stummen“ Störpol. als
„bland-entzündliches“ Störfeld.
c)
den „artifiziellen - exogenen“ Störpolpl als Haut- oder Periost- Narbe.
Wir wissen, dass diese Störpole immer im
Bereich des mesodermalen Keimblattes liegen. Wir wissen ferner, dass das durch
einen Störpol induzierte Krankheitsbild nur durch Auslöschen dieses Störpoles
beseitigt werden kann.
Dieses Auslöschen geschieht durch eine
Procain/Lidocain-Injektion. Die Wirkung tritt sofort, noch während der
Injektion ein,- daher „Sekundenphänomen“ oder „Huneke-Ohänomen“ genannt. (Bei Narben ist die Wirkung um etwa
20 Minuten verzögert - Spätphänomen).
Wir kennen, wenn auch noch nicht bestätigt,
das Wirkprofil des Sekundenphänomens. . Es ist die Extrazelluläre Flüssigkeit
(EZF) der Pischinger´schen
Milieu-Theorie. Diese EZF enthält u.a. körpereigene Elektrolyte und besitzt
damit eine bioelektrische Leitfähigkeit.
Während der
„mechanische“ Störpol in den Bereich der
Chirotherapie fällt, stellen der „stumme“ Bland-entzündliche und der ebenfalls
„stumme“ artifizielle Störpol die Grundlage
der Neuraltherapie (NT) dar.
Ansonsten zählen die intravenöse Procain Injektion (Walter
Huneke) (z.B. bei akuter Otitis media, bei Epistaxis und hartnäckigen
fieberhaften Infekten,), und die Therapeutische Lokalanaesthesie (TLA) (D.Geross) sowie die intracutane Quaddelung im betreffenden
Segment (M.Kibler) zum
neuraltherapeutischen Rüstzeug
Die Störfeld-Theorie
Ferdinand
Huneke sah 1940 sein
erstes „Sekundenphänomen“, als er einer Patientin eine schmerzhafte
Periostnarbe am Schienbein mit einem Novocain enthaltenden Präparat injizierte.
Er erzielte gleich eine Dublette – nicht nur die Periarthrose der Schulter sondern auch die Depression der Patientin
waren plötzlich verschwunden. Das war die Geburtsstunde der Störfeld-Theorie.
Mit dieser Erkenntnis wurde die Medizin um
eine grundlegende und hocheffiziente Diagnostik- undTherapie-Methode erweitert.
.Aber die Methode hatte ein Malus : wie
sollte man ein „stummes“ Störfeld/Störpol erkennen ?
Jahrzehntelang behalf man sich mit
Testinjektionen an Tonsillen, Kiefer und Narben. Das war jeweils eine Tortur
für die Pattienten, zumal die Ergebnisse äußerst bescheiden blieben. Eine
Übernahme der Störfeld-Theorie in die Alltagspraxis war so nicht zu erwarten.
Anfang der 90ziger Jahre machte die
Ohrakupunktur auf die mesodermale Scapha
der Ohrmuschel aufmerksam. Hier zeigten –
somatotopisch - alle pathologisch wirkenden Zustände des Organismus
segmentgenau als elektro-magnetische „Störpunkte“ an. Wenn man diese Störpunkte segmentgerecht auf den
Körper übertrug, ergab sich eine genaue Lokalisation der Störpole. . Gesucht wurde mit einem Akupunktur-Detektor oder
mittels der Pulstast-Methode nach Nougier.
Das war für die Neuraltherapie der so
lange gesuchte Durchbruch .
Zudem konnte man nunmehr bei der
Störpunktsuche erkennen, dass sich das weitaus größte Potential an Störpolen in
den Nasennebenhöhlen befand.
Aber auch die Ohr-Diagnostik hatte eine
Schwachstelle. Die auf der Scapha
angezeigten Punkte waren oft zu zahlreich. Um den Hauptstörpol zu ermitteln musste vorweg noch eine
Differenzier-Technik gefunden werden.
Nachdem auch dieses Problem mittels eimer Neuordnung der Ohrpunkte und der Reduktions-Methode“ mit dem Detektor
gelöst war konnte man die Neuraltherapie als komplett bezeichnen. (es fehlt
derzeit lediglich noch der technische Zugang zu den Sinus frontales et
sphenoidales).
Was kann die Neuraltherapie besser als bisherige
Verfahren ?
Die Interne
Disziplin der Medizin diagnostiziert und therapiert überwiegend symptomatisch.
Die Neuraltherapie sucht den Verursacher
einer Krankheit (Störfeld/Störpol) und ermöglicht durch dessen Auslöschung
einen sofortigen, echten Heilvorgang.
Dem Arzt zeigen sich in der Praxis jeden
Tag Fälle, die ursächlich durch einen
„stummen“ Störpol ausgelöst sind – aber er kann sie nicht erkennen. Also wird
das Krankheitsbild entsprechend der derzeitigen Lehre behandelt.. Zum Beispiel
mit Cortiko –Steroiden, Antibiotika oder
einem Neuroleptikum etc.. Der Arzt hat korrekt therapiert und darf mit dem
Ergebnis zufrieden sein. Dass er damit aber z.B. einer akuten Polyarthrosis (CP) zur Chronizität verholfen
hat, kann er nicht wissen – das steht nicht im Lehrbuch.
Aber auch bei
„kleineren“ Leiden, sei es eine chirotherapeutisch resistente Lumbo-Ischialgie,
eine hartnäckige Obstipation oder eine Bronchitis, liegt meist ein „stummer“ Störpol als Verursacher vor.
Besonders die häufigen sinusidalen Infekte werden, besonders im Kindesalter oft
nicht erkannt, oder mit Antibiotika zugedeckt. Bleibt dabei auch nur eine
unterschwellige Restentzündung bestehen, ist der bland-entzündliche Störpol
angelegt. Später grübelt man dann über den Auslöser eines Asthma bronchiale,
einer Lymphogranulomatose oder einer Allergie (!).
(Letzteere Fälle (NNH) sollten übrigens
gleich dem HNO-Kollegen vorgestellt werden. mit der Bitte um Instillation einer
Procain-Plombe (2%ig) in die
Kieferhöhlen)
Bei Depressionen
und Manien liegt der Störpol regelmäüssig in einer Narbe.
Beim Erythema
Nodosum und den jugendlichen
Osteonekrosen (!) (Morbus Scheuermann und Osgood/Schlatter) oftmals in den Tonsillen. Den Störpol für den rheumatischen Formenkreis findet man
häufig im Kieferbereich.
Ein Erysipel oder Hautekzeme(als Mykid)
haben ihr Störfeld oft in einer Fusspilzinfektion,
die auf das erste oder zweite Zehenfach übergegriffen hat. Ursache der häufigsten Allergien ist ein Störpol in den Nasennebenhöhlen. Aber auch jede Wirbelblockierung kann zum Störpol werden, wenn sie im
Intervertebralloch vegetative oder
spinale Nerven tangiert. Als Locus minoris resistentiae könnte sich so eine
Irritationszone bilden, die sich– im Segment liegenden - inneren Organen manifestiert.
Das sind nur einige Erfahrungswerte aus der
Praxis.
.Ausblick
Wenn man bedenkt, dass nahezu alle chronischen Erkrankungen ihre Ursache
in - nicht erkannten – Störfeldern
haben, und die noch um ein Vielfaches größere Anzahl -störpolbedingter- „alltäglicher“
Erkrankungen dazu rechnen darf, dann müsste auch den Skeptigern und Kritikern
die Bedeutung der Störfeld-Theorie verständlich werden. Zudem schließlich jeder
Kollege/Kollegin diese Technik
selbst nachvollziehen kann.
( Technik siehe : www.drhundhausen.de.).
Waren die zigtausend auf der ganzen Welt
bislang erlebten Sekundenphänomene nur zufällig oder durch „Serien-Injektionen“
ausgelöst, so können wir heute, dank einer gezielten Diagnostik über die Scapha
der Ohrmuschel routinemässig den das Krankheitsbild auslösenden Störpol
finden.
Damit dürfte der Anerkennung der NT als
vollwertige Disziplin der Medizin nichts mehr im Wege stehen.
Speziell
in der Allgemeinmedizin sollte die Neurlatherapie in der Diagnostik und
Therapie in Zukunft zum alltäglichen Rüstzeug des Arztes gehören.
*
: Kassel, Im July 2009
Dr.med. F.C.Hundhausen Tel.: 0561- 666 74