10.  Januar 2010

 

            Aus der Praxis  ---- für die Praxis

 

            F.C.Hundhausen       

            Der lange Weg des Sekunden-Phänomens.

                        Ohrdiagnostik  jetzt  praxisreif.

 

       1940 sah Ferdinand Huneke  sein erstes „Sekunden-Phänomen. Als er einer Patientin eine schmerzhafte Schienbein-Narbe mit NOVOCAIN infiltrierte , äußerte diese, ihr Schultergelenk-Schmerz sei plötzlich weg – und  ihre Depression ebenfalls. Spontan erkannte Huneke die Bedeutung dieser Entdeckung für die Medizin und machte die Erforschung dieses Phänomens zu seiner Lebensaufgabe. Die Frage lautete,

wie man das, die Krankheit auslösende  Störfeld auf möglichst einfache Weise auffinden könne.

In den 50 ziger Jahren gab es denn auch hierzulande eine regelrechte Focus- Euphorie. Alle storfeldverdächtigen Zähne, Tonsillen und Appendices  wurden entfernt – Narben injiziert.. Jedoch blieben die Ergebnisse so marginal, dass die Jagd nach einem Sekundenphänomen bald wieder abflaute. Das Testen per Injektionen aller verdächtigen Störfelder waren für den Arzt weder zeitlich noch für den Patienten nervlich akzeptabel.

Selbst für die Neuraltherapeuten wurde dieses eigentliche Primat  ihrer Disziplin eine Nebensächlichkeit.

Anfang der 90 ziger Jahre machten die Ohr-Akupunkteure auf die Scapha der Ohrmuschel aufmerksam. Auf diesem mesodermalen Terrain fanden sie mittels der Nougier`schen Puls-Testung (RAC) ) oder mit dem Akupunktur-Detektor alle Funktionsstörungen des Organismus als Störpunkte segmentgerecht abgebildet. Und das waren somatotopisch genau die Störpole, nach denen die Neuraltherapie (NT) schon so lange suchte.  Unter diesen brauchte man jetzt nur den Hauptstörpunkt (HSftP) zu differenzieren  und segmentgerecht auf den Körper zu übertragen, dann war der Verursacher der Krankheit gefunden -dachten wir. - Aber die Chance wurde nicht genutzt !  Offensichtlich lag  das Problem in der Schwierigkeit der Differenzierung der Störpunkte auf der Ohrmuschel.

Stattdessen schlug die  Neuraltherapie einen anderen Weg ein.(KINESIOLOGIE etc.) Doch all diese Verfahren konnten  sich in den Praxen bis heute nicht durchsetzen.

Auch  F. Bahr entwickelte ein entsprechendes Programm für die Aurikulotherapie. Doch dieses war etwas mühselig zu erlernen und benötigte mehrere Sitzungen. Somit blieb es überwiegend den RAC-Anhängern vorbehalten.

Das Sekundenphänomen samt der Störfeldtheorie blieben weitere Jahre die Mauerblümchen der NT...

Vor einigen Jahren fiel  in einem Kreis älterer Kollegen das Stichwort „Sekundenphänomen“.  Auf die Frage. wer denn ein solches schon einmal erlebt hätte, allseits negierendes  Kopfschütteln. .

Tief enttäuscht  von diesem Ergebnis suchten wir daraufhin selbst nach einer praktikablen und leichtverständlichen Ohr-Diagnostik.

Zunächst stellten wir mit Hilfe des „Homunoulus“ eine Neuordnung der .Ohrpunkte nach der Topografischen Anatomie her.  Die Punkte wurden in „Stationäre“ (festliegende, bekannte wie NNH, Tonsillen, Kiefer)  und „Variable“  unterteilt. Die Differenzierung de.r Punkte wurde mit einem Akupunktur- Detektor   im „Reduktionsverfahren“ gelöst. Das heißt : ist  ein Punkt  gefunden, wird das Potentiometer soweit zurückgenommen bis dessen Signal gerade noch anzeigt. So geschieht  das von Punkt zu Punkt, bis  schließlich nur noch der stärkste Punkt t ein volles Signal gibt - der gesuchte Hauptstörpunkt, der Verursacher des Krankheitsbildes.

       Damit waren die Probleme der Ohr-Diagnostik gelöst  und  das Suchverfahren  praxisreif.    

       Alls vertretbar zeigte sich auch der  Zeitaufwand. .Nach kurzer  Einarbeitung benötigt  der vollständige Untersuchungsgang nicht mehr Zeit  als   eine normale Körperuntersuchung .Schlussfolgerung :

       Ein Menschenalter musste vergehen,  um dem Sekundenphänomen ,- auf dem Umweg über die Ohrakupunktur - zu seiner elementar wichtigen Position in der Medizin  zu verhelfen.

       Wenn man bedenkt, dass allein nahezu alle chronischen Erkrankungen, wie  zum Beispiel der „Rheumatisnus“ in allen Variationen; die meisten Allergien/ Asthma ;die Lymphogranumalitose, Depressionen (Narben), die Colica Mucosa (NNH), eventuell gar die  ALS i (Tonsillen/ NNH) ihre Ursache in einem – nicht erkannten – Störfeld haben, dann werden  sowohl das medizinische  Ausmaß  wie auch die  enormen Einsparungen an Arzneiniittelkosten  als Folgen dieser Entdeckung

       Ferdinand Hunekes` deutlich.

Fazit :

Schwerpunkt der Ohr-Diagnostik ist zunächst die frühzeitige  Erkennung und Behandlung chronifizierender Erkrankungen. Normalerweise sieht diese Fälle der Hausarzt / Allgemeinpraktiker zuerst. .Aber auch die bereits chronisch Kranken finden sich in seiner Sprechstunde ein. Deshalb wird hier der Allgemeinarzt hier speziell angesprochen, obwohl die Ohr-Diagnostik natürlich auf  andere medizinischen Disziplinen ebenso zutrifft.

.Im Interesse unserer Patienten wäre  zu wünschen, dass diese moderne Ohrdiagnostik  zukünftig  möglichst in jeder Arztpraxis  durchgeführt werden kann.-..

      

                                                          

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Ps.: : Ohrpunkte und Technik der Ohrdiagnostik unter www.drhundhausen.de      

 

 

Verantwortlicher Autor :

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