Aus der Praxis  +  für die Praxis

 

F.C. Hundhausen

                                Ohrdiagnostik

 

Kassel, den 10. Mai 2010

 

Vorwort:

 

Haben Sie schon einmal eine akute generalisierte Polyarthritis durch eine gezielte Injektion an eine Zahnwurzel schlagartig auf Dauer verschwinden; oder eine hartnäckige, gehemmte Depression innerhalb einer knappen halben Stunde verschwinden gesehen? Das können Sie auch erfahren! Das hierzu notwendige Verfahren soll in der Folge dargestellt werden.

Bereits 1940 erlebte FERDINAND HUNEKE sein erstes „Sekundenphänomen“. Er machte die Erforschung dieser Entdeckung zu seiner Lebensaufgabe. Das Problem lag in der Erkennung dieser, die  Krankheit auslösenden, „stummen“ Störpole / Störfelder. Man suchte ein einfaches, praxisgerechtes Verfahren um diese aufzufinden.

Erst 50 Jahre später erkannten Auriculotherapeuten auf der mesodermalen Scapha der Ohrmuschel elektro-magnetische Punkte, die den gesuchten somatischen Störfeldern genau entsprachen (siehe Ohr-Tafeln; Kapitel 3). Zu deren Erkennung benutzte man einen Akupunktur-Detektor oder die Pulstastmethode (RAC) nach NOGIER.

Vor einigen Jahren bemerkten wir, dass die Neuraltherapie (NT) diese hilfreichen Erkenntnisse weitgehend ignoriert und sich vorrangig mit weniger wichtigen Randgebieten beschäftigte.

Daraufhin versuchten wir das Problem selbst zu lösen. Wir stellten die Detektor-Methode, als das am einfachsten und am schnellsten zu erlernende Verfahren  in den Vordergrund. Um die Zahl der schwächer anzeigenden Punkte zu reduzieren wurde der Widerstand des Detektor-Potentiometers um ca. 50% erhöht. Wiederum hatten die Auriculo-Mediziner inzwischen die Differenzierung der Punkte mittels des Potentiometer-Null-Linienmodus bereits möglich gemacht.
Damit und durch eine neue Aufstellung der Ohrpunkte nach deren anatomischer Topografie in „stationäre“ und „variable“ konnte die Differenzierung der Ohr-Punkte zum Nachweis des Hauptstörpunktes -  der den Verursachers des Krankheitsbildes anzeigt- geklärt werden.

Nunmehr kann sich die Neuraltherapie  wieder auf ihr Primär-Problem, die Störfeldsuche und das Ausschalten des jeweiligen Störpoles, konzentrieren.

                 *

Kapitel 1

    

Einleitung:

 

Wir wissen, dass sich der gesamte Organismus des Menschen somatotopisch auf der Ohrmuschel abzeichnet.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Homunkulus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wissen auch, dass sich funktionelle Störungen im Organismus auf der „Scapha“ der Ohrmuschel als elektro-magnetische Punkte darstellen lassen. Wenn wir den „Haupt-Störpunkt“ segmentgerecht auf den Körper übertragen, ist die tatsächliche „Ursache“ bzw. der  „Ursprungsort“ der  jeweiligen Krankheit gefunden und kann mittels  Injektion eines Lokalanaesthetikums (LA) ausgelöscht werden.

Wir erwarten ein so genanntes „Sekundenphänomen“ (Huneke), das heißt, das Krankheitsbild ist plötzlich, ruckartig  verschwunden – geheilt.

Eine spezifische Erkrankung innerer Organe können wir neuraltherapeutisch allerdings nur über die. Segmente  der entsprechenden Ohr - oder Körperpunkte beeinflussen (Hautquaddeln oder Nadelung).

 

 

Die Ordnung der Ohrpunkte:

Bedeutung und Differenzierung der Ohrpunkte:

 

Die Lage der Punkte wird nach deren anatomischer Topografie aufgezeigt und sollte möglichst exakt interpretiert werden.

Für die Differenzierung teilen wir die Punkte in zwei Kategorien ein:

a)    die Stationären

b)    die  Variablen                   

 

Die in ihrer Position verankerten stationären Punkte kann man nochmals unterteilen in  „neurogene" (nervale)

und „bland-entzündliche“ Punkte. 

 

Die stationären neurogenen Punkte zeigen Disharmonien im zentralen und peripheren Nervensystem an. (Ektoderm)

Die stationären – ebenfalls lokal festliegenden bland-entzündlichen Punkte (auf der mesodermalen Scapha gelegen!)

zeigen Funktionsstörungen oder pathologische Störungen des gesamten Organismus an. Für das Entoderm (in der Concha gelegen) gelten sie als Hinweispunkte.

Letzteres gilt aber ebenso für die „variablen“ Punkte.

Das gilt aber ebenso für die „variablen“ Punkte.


a)  Beginnen wir mit den stationären „neurogenen“ Punkten:

1. die Lateralitätssteuerpunkte (li. und re. über dem Jochbein, etwa 3cm vor dem Ohr).
     Funktion: Einfluss bei Dysharmonie der Großhirnhälften.


2. der IN-Trang; (über der Nasenwurzel) Funktion: Ausschaltung evtl. Oszillation;

3. WTO-Punkte (li. und re. 1 cm vor dem Ohrläppchen).
     Funktion: Ausschaltung „innere Oszillation“.


4. Punkt auf dem Tragus: - somatotopisch: Cerebellum?

5. die drei Ω -Punkte. Funktion:


        Ω1: Hauptpunkt: Störungen im Großhirn / Psyche- Augen?

        Ω2: Innere Organe/ Gefäße / Skelett

        Ω3: Cutis/ (Integument) + vorderer Helixbogen. („Allergie-P.“(!))

            Obige Punkte können bei Bedarf mit der Nadel aktiviert / deaktiviert werden.


6. das Corpus pineale (Zirbeldrüse), bekannter als „Aggressions“- / Stress- Punkt. Das CP ist
    phylogenetisch erstes Ganglion und Ursprung des zentralen, spinalen und vegetativen Nervensystems


7. Der Thalamus-Punkt. Er liegt in der Zone F (Ohrtafel III und IV -Diencephalon);
    in cranialer Verlängerung der  Sinus-Punkte. (Ur-Hirn genannt. U. a. wichtig bei Depressionen!)

8. Der Hypophysen-Punkt. Dieses zentrale Hormonorgan vermuten wir auf der Spitze des Antitragus.
    (einige Autoren sehen hier den Thalamus-Punkt).

       

Uns interessiert der Hauptstörpunkt als Anzeiger des gesuchten somatischen „stummen“ Störfeldes.


    b)  die stationären „bland-entzündlichen“ Punkte:
Zu diesen zählen die Nasennebenhöhlen (Sinus) (auf der „Linie der Töne“), die Gaumen- und Rachen-Tonsillen, der Ober- und Unterkiefer, die Prostata, Penis, Uterus und die Ovarien.

Diese Punkte werden in der Diagnostik immer zuerst aufgesucht!

Die vegetativen Plexus in der entodermalen Concha mit der Funktion von „Hinweispunkten“ nehmen eine Sonderstellung zwischen b) und c) ein (?).

    c)  die „variablen“ Punkte, in den Zonen C- F G anzeigend, zeigen ebenfalls Störungen an Wirbelsäule,
Gelenken; Faszien, Systemen und Organen an; wie auch Störungen im ektodermalen, spinalen Nervensystem. Besonders zu erwähnen sind Haut- und Periost- Narben, u.a. als häufige Auslöser von Depressionen und Manien.

Bei der topografischen Zuordnung eines Punktes der Variablen orientiert man sich an den gedachten Segmenten der auf der Ohrskizze Tafel III eingezeichneten Wirbelsäule, der Skelettlage und den Hinweispunkten in der Concha.. „Die Beurteilung der topografischen Lage und Deutung eines Punktes wächst mit zunehmender Erfahrung“!

Die bei voll aufgedrehtem Potentiometer (Null-Linie) oftmals sehr zahlreich anzeigenden variablen Punkte auf der Scapha ordnen wir unterschwellig störenden Narben oder „stummen“ Wirbel- oder Gelenkblockierungen/-Reizungen zu. Dem entsprechend sind variable Punkte bei Kindern kaum vorhanden – je jünger, um so seltener.

Unter den in b- und c - beschriebenen Punkten suchen wir den Hauptstörpunkt als Hinweis auf den somatischen Störpol (Störfeld), den Verursacher der jeweiligen Krankheit.

Die Punkte auf der Rückseite der Ohrmuschel hat bereits NOGIER den Weichteilen des Skelettes (Faszien, Muskeln, Sehnen, Bänder) zugeordnet.

*

07.02.2010

Kapitel 2

 
Technik der Störfeldsuche mit dem Akupunktur-Detektor.

 

Betrifft :     „Stumme“ Störpole / Störfelder : –

                   a) „bland-entzündliche“ z. B.: Tonsillen; Sinus (NNH),. Kiefer/Gebiss, Parametrium. 

                  b) „mechanische“ ; z. B.: Narben ; Wirbel- und Gelenkblockierungen. 

                  c) alle sonstigen Funktionsstörungen im Organismus.

 

Vorbereitung:

 

Am Tag der Untersuchung keine koffeinhaltigen Getränke und keine Medikamente einnehmen!

Zu Hause beide Ohrmuscheln mit Wasser und Seife säubern.

Die Untersuchung sollte am liegenden Patienten vorgenommen werden.

Eine Erdung des Patienten wird empfohlen  (zur Vermeidung von Oszillation).

Bei einem normalen Akupunktur-Detektor sollte man einen zusätzlichen Widerstand

einbauen lassen um die Anzahl der schwachen Punkte zu reduzieren.

 

Untersuchung:

 

Das Potenziometer voll aufdrehen. (Widerstand Ohm = 0).

Aurikulotherapeuten bevorzugen die Nulllinie als Leitlinie auf der Skalenzahl 6 (u.a. vom Gerätetyp abhängig).

Mit dem Suchgriffel des Detektors die Scapha der Ohrmuschel absuchen –

(wenn Ringelektrode mehr „hüpfend“ als streichend!).

 

    1.  Zuerst die „bland-entzündlichen“, stationären Punkte“ auf Seite der Beschwerden – eventuell beidseitig - aufsuchen:
> Nasennennebenhöhlen (NNH); den Tonsillenpunkt; Ober- und Unterkiefer (Gebiss), FRANKENHÄUSER- Plexus (Parametrium) (siehe Ohr-Tafel III):
Zeigt ein Punkt an, das zunächst mit niedrigem Widerstand eingestellte Potentiometer zurückdrehen (nach links), bis das Ton-Signal und die synchron geschaltete Leuchtdiode eben verlöschen.
Der genaue Wert wird auf der Ringskala bzw. dem Zeigerinstrument abgelesen und notiert.
Der Punkt am Ohr, sowie die weiteren Punkte, werden mit einem farbigen Filzstift markiert. (Da der Mensch nur zwei Hände besitzt, wird anfangs zum Ablesen und Notieren eine Hilfskraft empfohlen.)
Nun wird das Potentiometer wieder bis zum Anschlag zurückgeregelt (nach rechts) und der nächste Punkt gesucht.

 

    2.  Die Wirbelsäule am Scapha- / Concharand - auf „mechanische“ Störpole (Wirbelblockierungen) kontrollieren.
Nun wird es etwas kompliziert. (Ohr-Tafeln benutzen!)
Zum Beispiel: Punkt auf der Scapha -> in Segmenthöhe
dazu ein Wirbelsäulenpunkt. Das wäre eine „stumme  Wirbelblockierung. Jetzt muss in Segmenthöhe die Concha auf einen Organpunkt / Organdefekt abgesucht werden. (Schema: Verursacher Wirbelblockierung > Locus minoris resistentiae > Reaktionszone Organ).
Die Segmenthöhe wird aus der, in der Tafel 3 eingezeichneten Wirbelsäule entnommen, in dem man im rechten
Winkel von der Wirbelsäulen- / Conchakante ausgeht.
„Die Beurteilung der topografischen Lage und Deutung eines
Punktes wächst mit zunehmender Erfahrung!“. Learning by doing!

Weitere  Beispiele: Wirbelpunkt in Höhe BWK 8 rechts > Concha-Punkt Hepar (Leber) linke Seite Pankreas.
Oder  Wirbelpunkt BWK 4 rechts > wenn Punkt in Concha: Vesica fellea (Gallenblase).
Das Herz liegt in Höhe BWK 4 auf der mesodermalen Scapha direkt am Concharand.

Bei einem Punkt auf der Scapha, der keine segmentale Beziehung zur Wirbelsäule oder Concha hat, handelt es sich um eine Haut- oder Periost- Narbe oder eine Gelenk-Irritation!

    3.  Die anfangs oftmals zahlreich anzeigenden variablen Punkte ordnen wir unterschwellig störenden Narben oder
„stummen“ Wirbel- und Gelenkblockierungen zu. Wie oben schon vermerkt, sind Variable Störpunkte bei Kindern kaum nachweisbar – je jünger, um so seltener!
Man beachte im Sacralbereich (auch unter der Helixfalte), dass das Sacrum am Concharand liegt. Darüber findet sich das sogenannte Parametrium. Hier liegen die Punkte verschiedener Organe dicht beieinander. Die Differenzierung richtet sich hier nach Geschlecht und Krankheitsfall. Zum Beispiel bei Müttern die Episiotomie-Narbe – bei Männern die Op.-Narbe einer Phimose-Op.
(Narben sind eine häufige Ursache von Depressionen!). Differentialdiagnostisch zeigt hier auch der Punkt für Prostata und Ovarien an.

- Obiges Prozedere wird nun von Punkt zu Punkt wiederholt.

Wenn keine Anzeige mehr erfolgt, zeigt  die niedrigste Zahl in der Liste den stärksten Punkt  - den  Hauptstörpunkt an.
Hier geht es oftmals um Millimeter-Abstände! Daher exakt arbeiten!

Es soll hier noch eine weitere Such-Variante erwähnt werden: der „Subtraktions-Modus“.

Das voll aufgedrehte Potentiometer wird beim ersten aufgefundenen Punkt soweit zurückgedreht bis Ton und Leuchtdiode gerade verlöschen. Jetzt wird direkt der nächste Punkt gesucht und obiges Procedere wiederholt. Nach einigen Punkten steht das Potentiometer aber schon am Anschlag, obwohl nachfolgend noch weitere zwei oder drei Punkte gefunden werden. Diese Überhänger werden nun über den Null-Linienmodus differenziert.
Das funktioniert aber oftmals nicht da selbst hier die Messstrecke
zu kurz ist. Ein Versuch mit der Skalenzahl 6 als Leitlinie wäre hier angezeigt. Notfalls müsste die Differenzierung direkt per Injektion an mehreren Körperstellen erfolgen.
Notfalls müsste dann die Differenzierung direkt per Injektion an mehreren Körperstellen erfolgen.

Welche der beiden Suchmethoden man auch anwendet, die Position des Hauptstörpunktes wird auf diese Weise erkannt.

Dieser – somatotopische – Hauptstörpunkt wird entsprechend seiner segmentalen Lage auf den Körper übertragen. Damit ist der die Krankheit auslösendeStörpol / Störfeld gefunden.

In den betreffenden Körperteil wird ein Lokalanaesthetikum (LA = 1-2 %iges Procain o.ä.) injiziert.

Bei Narben wird mit dem Detektor zusätzlich der Einstich-Punkt auf der Narbe gesucht (Nullpunktmodus). Hier in die Tiefe der Narbe injizieren! Unterspritzen genügt oftmals nicht.

Wir erwarten ein Sekundenphänomen. Bei Narben nach etwa 20 – 30 Minuten (Spätphänomen). Periostnarben wiederum zeigen im Sekundenphänomen an!
Diese sind grundsätzlich störfeldverdächtig! Es wird dringend empfohlen Periostnarben vor der gezielten Injektion zu umspritzen (z.B. tLA-Quaddeln) da diese äußerst schmerzempfindlich sind!

Der vorletzte markierte Punkt wäre ein Nebenstörpunkt. Falls die Erkrankung über den Hauptstörpol einmal nicht 100%ig ausgelöscht werden kann, sollte man diesen Sekundär-Störpol ebenfalls behandeln. „Rückwärts“ könnte man natürlich auch  alle unterschwelligen Störfelder des Körpers therapieren.
 

Sonderfälle:

 

1) Nasennebenhöhlen:
Finden wir den Störpol in der Kieferhöhle? Überweisung zum HNO-Kollegen zur LA – Plombe in die Kieferhöhlen.
(LA-Plombe = + (Hyaluronidase a‚150 iE; pro Seite, gelöst in 1-2% igem Procain – oder ähnlichem LA. (eventuell + Tetracortin-Emulsion. =  „Kasseler Plombe). Störpole in Stirn- und Siebbeinhöhlen können wir neuraltherapeutisch zur Zeit nur durch Procain-Injektionen an deren NAP oder durch Nadelung der Ohrpunkte therapieren. Hier sind dann auch mehrere Sitzungen erforderlich.

 

2) Störpol Kiefer / Zahn:
Mit dem Detektor-Taster - von außen - Ober- und Unterkiefer nach dem (Null-)Leitlinien-Modus prüfen. 
Erkennungsmarken setzen (Filzstift) da meistens mehrere Zahnwurzeln anzeigen.
Procain-Injektion an denZahn mit dem tiefsten Wert. (Sekundenphänomen hält hier nur ca. 8 Stunden an!)
Wenn Sekundenphänomen, muss der Zahn extrahiert werden – und wenn er noch so gesund erscheint
und der Zahnarzt sich noch so hartnäckig sträubt! Daher sehr genau prüfen!

 

3) Mykose als Störpol: (Interdigital-Mykose)
Wenn die Mykose auf das 1. oder 2. Zehenfach übergreift, können systemische Störungen auftreten
(Eryisipele /  allergische Ekzeme als Mykid  etc., sogar Metastasen)
Therapie: 1%ige Procain-Injektionen in die Zwischenzehenfalten(eventuell mehrmals) und
übliche orthodoxe Verfahren. Hier hat sich Jodtinktur als Basismedikation zur Austrocknung und Desinfektion bewährt.
 
Abschließend noch drei Hinweise:
 
1)  Wenn sich einmal bei einem sicher diagnostizierten Hauptstörpol kein Huneke-Phänomen auslösen lässt,
      liegt vermutlich eine  Immun-Suppression  durch ein Cortico-Steroid oder Antiphlogistikum vor. (ca. 4 Wochen Absetzpause!)

2)  Bei der Therapie von Depressionen kann es vorübergehend zu einer Überreaktion auf die manische Seite kommen.
     Dieser Zustand reguliert sich jedoch nach kurzer Zeit  von selbst.

3) Dem Leser wird bei der ersten Lektüre dieser Gebrauchsanweisung der Kopf brummen. In der Praxis sieht das nachher ganz anders aus.
     Wenn man sich für eine Methode entschieden hat  ist der Zeitaufwand einer kompletten Ohrdiagnostik nicht größer als der  einer
     Ganzkörperuntersuchung. Falls keine zusätzliche Untersuchung des Kiefers erforderlich ist (wenn dieser nicht als Störpunkt anzeigt).
     „Mit zunehmender Erfahrung wird die Untersuchungszeit zudem deutlich geringer“

 

*

PS:

1.  LA = Lokalanaesthetika: Procain / Lidocain 1-2%ig / Meaverin 1-2%ig / Carbostesin 0,5  o.ä.

 

2.  Detektoren:

a)  (hier benutzt  mit um ca 50 %iger Erhöhung des Widerstandes): Akuprt  M“ der Fa. KINDLING – Medizintechnik GmbH; Hildesheim.

 

b)  Medipoint der Fa. Karl BLUM; Breslauer-Str.42, 8294 Gröbenzell (Keine Leuchtdiode auf Suchgriffel! / Keine Feinteilung der Ringskala).

 

     c) Akuport  M1 (NT); Fa. KINDLING; Hildesheim; (NT = Punktsuchgerät für die Neuraltherapie - in Vorbereitung).

 

     d)  siehe auch Empfehlung von Akupunktur- / Ohrakupunktur-Organisationen.

 

*

29. April  2010

Kapitel 3

 

Warum Ohrdiagnostik?    

                                                              

Die orthodoxe Medizin erklärt Krankheiten überwiegend nach deren Symptomen und therapiert entsprechend symptomatisch. Die Erforschung der letzten, tatsächlichen Ursache einer Krankheit endet immer wieder im Vegetativen Nervensystem oder Immunsystem / Thymo-Epithelialsystem.

Neuerdings werden sogar die Gene bemüht.

Die Neuraltherapie (NT) sucht über die Störfeld-Theorie direkt nach der wirklichen Krankheitsursache. Die NT vermutet als primäre Ursache nahezu hinter jeder erworbenen Krankheit ein Störfeld / Störpol.

Das Problem liegt im Erkennen und der Lokalisation eines solchen „stummen“ Störpoles. Wie im Vorwort schon beschrieben machte vor zwanzig Jahren die Auriculomedizin auf elektronisch gefundene Störpunkte auf der Scapha der Ohrmuschel aufmerksam. Diese Punkte entsprachen somatotopisch genau den Störpolen und Sonstigen Dystonien des Organismus. Die Neuraltherapie ignorierte diese Chance.

Nachdem inzwischen eine relativ einfache und praktikable Methode zur Auffindung eines ursächlichen Störfeldes an der Ohrmuschel zur Praxisreife gediehen ist, sollte man diese auch einsetzen, zumal es derzeit kein annähernd so sicheres Verfahren gibt.

Man denke nur an die chronifizierenden Leiden, wie den „Rheumatismus,“- von der akuten Polyarthritis bis zur Sklerodermie; oder die juvenilen Osteonekrosen; die differenten Kopf- und Kreuzscherzen; an die pulmonalen, cardialen und nephrogenen Affektionen. (Tonsillen/Lymphsytem). Und nicht zu vergessen die Depressionen / Manien (Narben) und Allergien (NNH).

All diese Erkrankungen könnten bereits in statu nascendi erfasst und mit einer Procain-Injektion - und in einer Sitzung (!) - geheilt werden. Aber auch bei bereits bestehenden akuten oder chronischen Krankheiten lassen sich in den meisten Fällen die Beschwerden von deren Ursache her beseitigen.

Mit der Störfeld-Theorie ist der Schulmedizin ein neues Arbeitsfeld zugewachsen, das besonders die Allgemeinmedizin anspricht. Der praktische Arzt sieht den akuten Fall vorweg und auch die chronisch erkrankten Dauerfälle finden sich in seiner Praxis letztendlich wieder ein.

*

Es sei hier noch einmal daran erinnert, dass die Störfeldtheorie und das Sekunden-phänomen (F. HUNEKE) das eigentliche Anliegen der Neuraltherapie darstellen.

Disziplinen wie die Segmenttherapie (M. KIBLER), die Therapeutische Lokalanaesthesie (H. TILSCHER et.al.) und die „Intravenöse Injektions-Therapie“ (WALTER
HUNEKE) ergänzen und vervollständigen – je nach Lage des Falles - die Palette der Neuraltherapie.


 *


Kapitel  4

 

Ohr – TAFELN

 

 Tafel  I

 

                                                                           
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

  
 
 
 
Tafel  II

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

 

 

Tafel  III

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

Tafel  IV

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                       

                                                                       

 

 

 

 

Für den Inhalt verantwortlich:

 

Dr. med. F.C. Hundhausen                   Kassel, 21. April 2011

Im Weidengarten 7                                Tel.: 0561 – 6 66 74

D-  34 130  Kassel                                 E-Mail: hundhausen-kassel@t-online.de

 

                                                                             *

[zurück]