Dr.med..F.C. Hundhausen Kassel, 08. July 2007
Aus der Praxis --- für die Praxis
Nasennebenhöhlen in der Neuraltherapie.
Die Nasennebenhöhlen - (NNH) – besitzen
mit Abstand das größte Potential an so genannten „stummen Störfeldern/Störpolen“.
Obwohl wir inzwischen die einzelnen Kammern punktgenau auf der Scapha der Ohrmuschel
mit einem Akupunktur-Detektor erkennen können – mit der Injektionsspritze kommen
wir nicht in die Sinus um ein Störfeld zu inaktivieren. Der HNO-Kollege kann wenigstens die
Kieferhöhle erreichen. Es fehlt hier ein praxisgerechtes „Universalgerät“ um
möglichst alle Nebenhöhlen zu infiltrieren.
Früher suchte man verdächtige
Störpole an Tonsillen, dem Kiefer (Zähne), dem Parametrium und an Narben auf
„gut Glück“. Entsprechend mager waren die Ergebnisse – und für den Patienten
eine Tortur. Die Störfeldtheorie geriet nahezu in Vergessenheit.
Dank der Ohrakupunktur finden wir heute
die Störpole somatotopisch auf der mesodermalen Scapha der Ohrmuschel. Und hier zeigen überwiegend die Nasennebenhöhlen-Punkte an !
Wir dürfen davon ausgehen, dass z.B.
das Asthma bronchiale, die Lymphogranulomatose, aber auch die meisten Allergien
auf einen Störpol in den NNH zurück zu führen sind.
Gemäß Lehrbuch werden all diese
Erkrankungen nur symptomatisch mit Cortico-Steroiden , Antibiotika und
Antiphlogistika behandelt. Bleibt hier auch nur die geringste Restentzündung bestehen,
istdas Störfeld schon angelegt ! Wenn
man andererseits die Möglichkeiten der modernen Neuraltherapie in Betracht
zieht, darf man fragen warum diese Methode noch nicht auf breiter Basis angewandt
wird ?
Um in dieser Situation wenigstens
das zur Zeit Machbare zu erzielen sind alle HNO-Kollegen/innen aufgerufen, im
Anschluss an jeden Eingriff in eine Kieferhöhle,
diese abschliessend mit einem Lokalanaestheticum ( ca 2%ig; z.B. Meaverin)) zu infiltrieren.
(Patienten ca. 3 Minuten auf der behandelten
Seite liegen lassen !). Die Kollegen/innen
werden immer wieder über die Ergebnisse
staunen !.
Ganz allgemein sollte die
Störfeldtheorie in den Vordergrund ärztlichen Denkens gestellt werden.
*
Ps. : als Beispiel nur drei Fälle :
a ) Allergikerin, 38 J, unter anderem Heuschnupfen/ asthmoide Bronchitis. Nach
Instillation eines Lokalanaestheticums in die Kieferhöhlen durch den HNO-Arzt ab
sofort keine Beschwerden mehr.
b ) Asthmatikerin, 34 J,; 3 Katzen
in der Wohnung ! Ad HNO-Kollegen zur KH-Plombe.
Wiedersehen erst nach einem Jahr . Patientin
: ““das Asthma war sofort weg – aber
die Katzen habe ich immer noch in der
Wohnung!“
c ) Eine Bekannte bekommt eine akute
Polyarthrose. Das Rö–Bild NNH : Sinusitis maxillaris
links mit Spiegelbildung (!) wird
ignoriert. Therapie : übliche „Rheuma–Flöte“+ Golddkur.
Das Ergebnis nennt man dann „primär chronische Poliarthritis“!
(chronisch ist dann auch die Cortcoid - Dauergabe(!))
·
D.O.